Deponie Seehausen
Die ehemalige Deponie Seehausen ist eine grüne Oase, weithin sichtbar und Lebensraum seltener und zum Teil für Leipzig einzigartiger Arten.
Nun soll sie für ein Prestigeprojekt der Stadt mit PV-Anlagen überbaut werden.
PM zum Antrag des BSW "Naturberg Seehausen"
Wir unterstützen gemeinsam mit NuKLA e.V. den Antrag des BSW am 28.1.2026 in der Ratsversammlung für die Aufhebung des Bebauungsplans "Energieberg" und für den Erhalt und die Entwicklung eines "Naturbergs Seehausen".
Hier unsere PM!
Stadtverwaltung hält an Waldrodung für „Klimaschutz“ fest
Auf den Antrag der BSW-Fraktion, die ehemalige Deponie Seehausen zum Naturberg mit Naturlehrpad zu entwickeln, äußert sich die Stadt Leipzig in ihrem Verwaltungsstandpunkt ablehnend. Der Erhalt der schützenswerten Natur und des Waldes sei zum Schaden für die Stadt, da das Projekt Energieberg zu weit fortgeschritten sei.
Ein Projekt, gegen das seit vier Jahren Bevölkerung und Naturschutzverbände Sturm laufen. Riesige versiegelte Gewerbeflächen bleiben weiterhin ungenutzt für Photovoltaik (PV), aber die Verantwortlichen finden es in Zeiten des Klimanotstandes zielführend, stattdessen stadtklimarelevante Waldflächen zu roden.
Wir, die Initiative Stadtnatur, fordern, dieses sinnlose und naturzerstörerische Projekt der Waldrodung für PV endlich zu beenden und die ehemalige Deponie entsprechend der vorhandenen Artenvorkommen (seltene Brutvögel, Wildbienen, Orchideen und Zauneidechse) als Naturschutzgebiet auszuweisen und einen Naturlehrpfad zu entwickeln!
Anwohnerin stellt Faktenverdrehung durch Stadtverwaltung richtig!
Die Antwort der Stadt auf eine Einwohneranfrage zur ehemaligen Deponie Seehausen ruft Empörung hervor.
Eine Anwohnerin kommentiert in einer Mail an den Stadtrat (siehe unten) den Umgang mit der Einwohneranfrage.
Wie die Stadtverwaltung berechtigte Fragen einer Bürgerin zum Vorhaben der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Hotspot der Artenvielfalt in Seehausen abbügelt, lest ihr auch in unserem Kommentar zum Verwaltungsstandpunkt der Stadt.
Die Stadträt*innen der Stadt Leipzig haben die verbindlichen Ziele "Walderhalt" und "Kultur-Landschaftsschutz" des Regionalplans Westsachsen für die ehemalige Deponie Seehausen mitten in der Biodiversitäts- und Klimakrise abgewählt!
Hier unser Kommentar zu Debatte und Abstimmung in der Ratsversammlung am 15.6.2023
Wir fordern, dass Umweltverbände im Umweltausschuss und in der Ratsversammlung zukünftig bei relevanten Themen angehört werden.
Wir brauchen mehr Klimaschutz- und Naturschutzsachverstand im Stadtrat!
ROBIN WOOD unterstützt Erhalt des Waldes und der landschaftsbildprägenden Kuppe der ehemaligen Deponie Seehausen!
Stoppt das Zielabweichungsverfahren - Keine Aufgabe der verbindlichen Regionalen Ziele "Walderhalt" und Kuppenschutz"!
Auch die Anwohner*innen in Seehausen protestieren bei der Landesdirektion gegen die Aufhebung der verbindlichen Ziele der Regionalplanung für die ehemalige Deponie Seehausen ("Walderhalt" und "Schutz der landschaftsbildprägenden Kuppe") im Rahmen der Zielabweichung.
Die Anhörung zur Stellungnahme der Stadt zum Zielabweichungsverfahren im Ortschaftsrat Seehausen findet am 6.6.2023 um 19:00 in der Alten Schule Göbschelwitz statt!
Hier das Anschreiben der Seehausener*innen an die Landesdirektion:
Leipziger Stadtverwaltung gibt regionale Ziele für Natur- und Klimaschutz auf der ehemaligen Deponie Seehausen auf
Die Planung der Freiflächenphotovoltaikanlage auf der Deponie Seehausen durch die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV) widerspricht der Festsetzung des Flächennutzungsplans und mehreren Stadtratsbeschlüssen, so der Ausrufung des Klimanotstandes und dem Waldmehrungsbeschluss "Lasst Bäume wachsen" vom Juli 2022, sowie dem Regionalplan Westsachsen, der für die ehemalige Deponie die Vorranggebiete "Kulturlandschaftsschutz - landschaftsprägender Höhenrücken" und "Walderhalt" festgesetzt hat. Die Stadt-Klimanalyse, die die Stadt Leipzig zur Umsetzung des Klimaschutzes im Klimanotstand erarbeitet hat, weist für die ehemalige Deponie eine hohe bis sehr hohe klimaökologische Funktion aus.
Gründe genug, um diese Planung, die man nur als Schildbürgerstreich bezeichnen kann, aus Gründen des Natur- und Klimaschutzes zu stoppen! Eigentlich...
Die Landesdirektion Sachsen hat jedoch jetzt ein sogenanntes "Zielabweichungsverfahren" eingeleitet, um diese wichtigen Ziele der Regionalplanung aushebeln zu können.
Die Stadtverwaltung Leipzig hat für dieses Verfahren eine Stellungnahme verfasst, die im Stadtrat beschlossen werden soll. In der Stellungnahme gibt die Stadtverwaltung für die Aufhebung der verbindlichen Ziele des Regionalplans grünes Licht. Städtische und regionale Natur- und Klimaschutzziele werden mit Füßen getreten.
Wir, die Initiative Stadtnatur, fordern die Stadträtinnen und Stadträte auf, dieser Beschlussvorlage NICHT zuzustimmen! In diesem Video erläutern wir, warum Klima- und Naturschutz in Leipzig mit dieser Planung unvereinbar sind:
Unsere Stellungnahme Deponie Seehausen
Aktueller Artikel zur Deponie Seehausen in der Naturschutzinitiative
Auf der Deponie Seehausen soll Wald und artenreiches Offenland durch eine Photovoltaikanlage überbaut werden.
Dazu haben wir einen Artikel in der Ausgabe 1/2023 der Naturschutzinitiative veröffentlicht.
Deponie Seehausen - Einstweilige Sicherstellung als Naturschutzgebiet
Die Deponie Seehausen ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt, hier soll eine Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen.
Positionspapier NABU